„BiscoitoGate“: Krieg um einen Keks

Streit um einen Keks: Ein New York Times Artikel hat in Rio de Janeiro den „BiscoitoGate“ ausgelöst. Die Times hatte es gewagt, einen der beliebtesten Snacks der Stadt zu kritisieren — den bekannten Globo-Keks, der überall, von Kioskbuden bis zu den Stränden verkauft wird.

„To the American palate, a Biscoito Globo is basically an oversize Funyun minus the onion, or what you would get if you ordered a Cheez Doodle, hold the cheese. It is crumbly texture and nothing else — air turned into a doughnut-shaped wafer. Pop one in your mouth, and it is as if your teeth are at a party to which your tongue was not invited.“

Für die Brasilianer war die vernichtende Gastrokritik ein drastischer Angriff auf den Nationalstolz, der einige Wutanfälle nach sich zog — einige legten dem Autoren des Artikels nahe, sich schnellstmöglich zum Flughafen zu begeben.

Julia hat am Strand von Rio de Janeiro Keksverkäufer gefragt, was sie von dem Skandal halten.

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Multirealidades Rio 2016: Am Strand ist die Welt noch okay

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Was im Olympiajahr 2016 noch boomt: Korruption und Kriminalität. Dazu politisches Chaos, Wirtschaftskrise, ein Skandal nach dem anderen. Doch an den Stränden von Rio de Janeiro ist die Welt trotzdem noch in Ordnung. Joggen in den Sonnenaufgang, Surfen mit Blick auf Berge, Cafezinho am Strand. Der Strand ist eben “tudo” (alles) für die Cariocas, wie Julia in einer Reportage für den Tagesspiegel aufgeschrieben hat – Spaß, Therapie, Auszeit, Hoffung.

Vor Olympia hat sich die Kulisse allerdings deutlich verändert: An der Copacabana sind Olympia-Sportstätten und ein Merchandising-Zelt aufgebaut, Bauarbeiter machen auf den Zuschauertribünen am Straßenrand eine Pause, in kleinen Zelten ruhen sich Schwimmer nach dem Training aus. Am Arpoador werden die letzten Nägel und Latten in eine Holzplattform eingeschlagen.

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