Frisch gedruckt: Crowdsourcing-Buch “Adopt a day”

Das Jahr 2014 geschrieben von 365 Leuten: Das Projekt Adopt a Day” will zeigen, dass für jeden andere Nachrichten wichtig und relevant sind und vereint in dem kollektiven Tagebuch persönliche Eindrücke von Paten und Patinnen, die jeweils ihren Tag beschrieben haben — vom Nazi-Protest bis zur Arbeit auf der Affen-Gesundheitsstation. Julia hat für das Buch vom Favela-Alltag in der Rocinha berichtet, Sonja einen Tag in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez beschrieben.

“Adopt a day will zeigen: Relevanz ist relativ. Hört sich abstrakt an, doch im Buch wirds greifbar. Jeder Tag des Jahres 2014 bekommt eine Doppelseite. Links stehen Schlagzeilen aus der Presse – “Putin erpresst Merkel – Dramatisches Telefonat!” (1. Mai 2014). Rechts steht die persönliche Geschichte aus dem Leben eines Menschen, dort steht aus seiner Perspektive, was ihr oder ihm an diesem Tag wichtig war – etwa wenn dem Teckel die Gebärmutter entfernt wurde. So entstand ein buntes 2014 aus der Perspektive von 365 verschiedenen Menschen.”

760 Seiten. 30 Euro zzgl. Versandkosten. Hier bestellen.

Adopt a Day: Frisch geliefert (Foto: Adopt a Day)

Adopt a Day: Frisch geliefert (Foto: Adopt a Day)

 

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Erfolgreiches Favela-Crowdfunding: Geschafft!!!!!

Ein dickes Dankeschön nochmal an alle unsere Supporter, die uns beim Crowdfunding unterstützt haben: Ihr seid toll! Es war ein knapper, stressiger Endspurt diese Woche – aber wir haben es zusammen geschafft. Und sind gerade auch ziemlich geschafft.

Crowdfunding bedeutet nicht einfach Geld einzusammeln, sondern viel Arbeit, Überwindung und verdammt viel Zeitaufwand. Wir werden noch einen Crowdfunding-Bericht zusammenstellen, um allen, die es versuchen möchten, mit unseren Erfahrungen den Weg ein bisschen zu erleichtern.

Wir halten euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Projekt weitergeht und wann genau wir wieder nach Rio fliegen. Jetzt erstmal: Euch allen schöne Weihnachten und einen grandiosen Start ins neue Jahr! Abraços!

“Das Filter”-Interview: „Politik, Polizei und Drogengangs sind miteinander verflochten“

Das Kulturmagazin “Das Filter” hat uns interviewt, über die Favelas, die Besetzung, und popkulturelle Trends, die aus der Favela kommen:

“Die WM in Brasilien ist im vollen Gange. Frenetische Fans und beste Samba-Laune markieren die hiesige Berichterstattung. Zwar wird ab und dann oberflächlich über Proteste abseits der Großveranstaltung berichtet, aber was passiert genau in den Favelas? Die Journalistinnen Julia Jaroschewski und Sonja Peteranderl berichten live aus den noch immer von Drogengangs beherrschten Gebieten Brasiliens. Sie zeigen, dass Gewalt auch während des Turniers ein alltägliches Thema ist. Erst gestern starben bei blutigen Schießereien im Complexo do Alemão zwei Teenager und ein Polizist. Die großen Medien berichteten bisher nichts vom Tod der beiden Jungen. Wie die Stimmung in Brasilien wirklich ist und ob die Favelas durch mehr Polizeipräsenz wirklich sicherer geworden sind, erklären sie uns in diesem ausführlichen Interview. Sie zeigen aber auch, dass Favelas mehr sind als Drogen, Kampf und Gewalt. Denn, und das wissen nur wenige: Hier entstehen auch die wahren Trends der brasilianischen Popkultur.”

Das Filter