BuzzingCities Lab #rpTEN Talk: Die Waffen der Favelas

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Tausende Besucher, rund 800 Speaker und Speakerinnen, ein Forum für alle Facetten digitalen Lebens: Innerhalb von zehn Jahren ist die re:publica vom Klassentreffen der Berliner Netzcommmunity zur Riesen-Digitalkonferenz herangewachsen.

Julia hat bei ihrem Talk auf der rpTEN berichtet, wie die Situation der Favelas im Olympiajahr 2016 aussieht und warum Social Media zum Gamechanger wird. Was früher in den Favelas geschah, blieb unsichtbar – jetzt dokumentieren Favelabewohner mit Smartphones und sozialen Netzwerken Schießereien und Polizeigewalt.

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BuzzingCities Lab beim Auswärtigen Amt: Zwischen Drogenkrieg und Aufstiegshoffnung

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Bilanz im Jahr von Olympia: Bei unserem Vortrag im Auswärtigen Amt haben wir die Entwicklungen in Rios Favelas, die Problematiken der brasilianischen Polizeistrategie, politischen Wandel und die Aussichten für die Zeit nach den Großereignissen diskutiert.

eWaste und BlingBling: Mit Trafopop auf der MakerFaire Berlin

Trafopop-Show bei der MakerFaire 2015 (Foto: Trafopop)

Trafopop-Show bei der MakerFaire 2015 (Foto: Trafopop)

Virtual Reality, Wearables, Tech-Spielzeug wie die Tinkerbots, die sich fernsteuern und programmieren lassen: Auf dem Kreativfestival Maker Faire Berlin 2015 bastelten die Besucher an Hardware-Projekten, konnten Mini-Copter oder Virtual Reality-Software ausprobieren — auch das Innovationspotential von Tech für gesellschaftlichen Wandel wurde diskutiert.

Mit dem LED-Fahrradclub Trafopop aus Berlin waren wir Teil der Wearables-Show. Ein indisches Projektteam hat dabei Kleidung präsentiert, die die Gewalt gegen Frauen in Indien eindämmen soll, andere Teams stellten High-Tech-Westen für den Katastropheneinsatz vor. Auch mehrere Vorträge wie „DIY Repair: A global movement of tinkerers, hackers, and self-taught engineers“ von Kyle Wiens beschäftigten sich mit DIY-Innovationsprozessen und internationaler Zusammenarbeit im Tech-Bereich.

An ihrem Stand zeigten afrikanische Bastler vom Makerspace Woelab ihre Hardware-Hacks wie 3 D-Drucker, die aus Müll wie Screens, alten Computern und Scannern recycelt worden sind. Der Ansatz des Labs aus Togo: eMüll soll in smarte Erfindungen verwandelt werden, kollaborative Hacks werden zur Alternative zu industriellen Fertigungsprozessen – mit weniger Ressourcenverbrauch, kleinen Mitteln und positiven sozialen Impulsen. Unsere Kolleginnen von Tea After Twelve haben Josué Tchirktema, einen der Erfinder, zum Upcycling von eMüll zum 3 D Drucker “W.Afate” interviewt:

“Even though W.Afate looks a bit different from the 3D printers you’ll find in the shops, it works just as well. It is pretty similar to the RepRap 3D printers from Britain, a simple low-cost solution using plastic filament or metal wire for production. The only constraints are due to the size of the machine, course you can’t print anything that’s bigger than the printer itself.”

Im neuen WIRED Magazin: Die Zeugen der Gewalt

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Smartphones und soziale Netzwerke sind die digitalen Waffen der jungen Favelageneration: Sie machen positive Trends, aber auch die Gewalt sichtbar — und kämpfen gegen den Machtmissbrauch der Polizei an. Das Team der “Voz da Comunidade” aus dem Complexo do Alemão setzt sich seit einer Dekade für den Wandel im Complexo ein, einem der gefährlichsten Favelagebiete Rio de Janeiros.

Die neue WIRED Germany erzählt in einer Reportage vom Kampf der “Voz” gegen die Gewalt – Julia hat den Text geschrieben, Bruno Itan aus dem Complexo do Alemão fotografiert. Hier ein First Look (Auszug):

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Passend zum Jubiläum: Die “Voz da Comunidade”, die Rene Silva mit elf Jahren gegründet hat, feiert gerade ihren zehnten Geburtstag. Als wir Rene vor ein paar Jahren zum ersten Mal interviewt haben, war er noch ein schüchterner Junge, heute tritt er selbstbewusst für seine Favela ein. Chapeau!

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Netzwerk Recherche Jahreskonferenz 2015: Sicherheit und Favelas

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Investigativjournalismus, sichere Kommunikation, Datenanalyse und internationale Zusammenarbeit: Auch bei der Jahreskonferenz 2015 des investigativen Journalistenvereins Netzwerk Recherche beim NDR in Hamburg waren wir wieder Teil des vielfältigen Programms.

In unserem Talk “Riskanter Job – Journalistinnen in Rios Favelas” haben wir über unserere Erfahungen als Favela-Reporterinnen berichtet, über die Öffentliche Sicherheit in Rio und die Polizeistrategie, unsere aktuellen Projekte und wie sich Risiken bei der journalistischen Arbeit in den Favelas zumindest vermindern lassen.

“Eine Bilanz nach der WM, vor Olympia: Wie hat sich die Sicherheitslage in Rios Favelas in den vergangenen Jahren verändert? Welche journalistischen Herausforderungen bringt die Arbeit in Favelas mit sich? Und welche Rolle spielt Social Media für die Sicherheit?”

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Teilweise wurden Sessions der Konferenz in Text und Videos festgehalten.

Journalistenpreis “Weltbevölkerung” 2015

Gestern wurden die drei GewinnerInnen des Journalistenpreises “Weltbevölkerung” 2015 der Stiftung Weltbevölkerung bekannt gegeben – Julia ist eine davon. Sie hat die Kluft zwischen Mosambiks positiven wirtschaftlichen Aussichten und der gravierenden HIV-/AIDS-Problematik recherchiert, aber auch Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Dafür war sie unter anderem in den Armenvierteln der mosambikanischen Hafenstadt Beira unterwegs, in denen Lebensumstände und Gesundheitsversorgung besonders katastrophal sind – hat aber auch Betroffene, Polizisten, Aktivisten und Ärzte interviewt, die sich in Mosambik engagieren. Und in der Hauptstadt Maputo hat sie junge Blogger interviewt, die Aufklärung moderner gestalten möchten.10606533_10153429688683615_4466964133063990360_n 10173720_708434105952625_4921853535577312129_n

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