Rachefeldzug der Drogengang: Cidade de Deus im Kreuzfeuer

Schießereien, brennende Straßenblockaden, Granaten: Als Vergeltungsschlag für eine getötete Verwandte haben Kriminelle die Cidade de Deus (City of God) in einen Ausnahmezustand versetzt. Die 34-jährige Nichte von “Sam”, einem der Drogenbosse der Favela, der seit 2003 im Gefängnis sitzt, war am Morgen mit einem Schuss ins Gesicht getötet worden. Die Umstände des Mordes sind bisher unklar.

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Gangmitglieder blockierten die Hauptstraße des Viertels mit Gegenständen wie brennenden Mülltonnen oder Bettgestellen. Auch das Quartier der Befriedungspolizei UPP wurde von Kriminellen angegriffen. Spezialkräfte kamen zur Verstärkung hinzu: Die Militärpolizei von Rio war mit Panzerwagen unterwegs und suchte auch mit Helikoptern aus der Luft nach Kriminellen. Viele Bewohner waren in ihren Häusern gefangen, Buslinien, die normalerweise die Favela passieren, wurden temporär ausgesetzt. “Der Terror hat die Cidade de Deus erreicht”, schrieb ein Bewohner auf Facebook. “Ich habe keine Ahnung, wie ich nach Hause kommen soll.”

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