Fact-Checking der Olympia-Versprechen

Countdown: Ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen zeichnet sich ab, welche Großprojekte tatsächlich bis zum zweiten brasilianischen Megaevent im August fertig werden. Einige ambitionierte Ziele musste Rio de Janeiro bereits abhaken. Auch die geplante wichtige Metrolinie Nummer 4 wird wohl nicht mehr pünktlich zum Großevent fertiggestellt, wurde vor kurzem bekannt — alternativ sollen Sonderbusse eingesetzt werden, die Passagiere von der Südzone zum Olympischen Park transportieren sollen.

Zwischen Rios Ambitionen für die Großereignisse und der tatsächlichen Umsetzung klafft oft eine Lücke. Budgets wurden gesprengt, Zeitpläne verzögern sich. Zentrale Vorhaben, die die Stadt nachhaltig verändert hätten, wie der geplante Bau einer Kanalisation und die nachhaltige Säuberung des Wassers bleiben vorerst eine Utopie.

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Eine neue Factchecking-Agentur will brasilianische Versprechen und Statements — zu den Olympischen Spielen aber auch darüber hinaus — in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen. Nach dem Modell von Factchecking-Plattformen wie der US-amerikanischen Plattform Politifact will die von der Journalistin Cristina Tardáguila gegründete Agentur Lupa Aussagen von Politikern auf Wahrheitsgehalt, Wahrscheinlichkeit und deren Belegbarkeit mit öffentlichen Daten prüfen. Bisher haben die Journalisten etwa eine Ankündigung von Präsidentin Dilma Rousseff von 2012 geprüft, landesweit 22 Trainingszentren zu errichten. Bisher wurden allerdings nur fünf Sportzentren fertiggestellt, fünf weitere befinden sich noch im Bau.

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