Mord-Monitor: Gewalt in Lateinamerika

Lateinamerika ist der Kontinent mit den höchsten Mörderraten weltweit, 14 der am meisten von Gewalt betroffenen Länder liegen in Lateinamerika und der Karibik. Mit dem “Homicide Monitor” hat das brasilianische Igarapé-Institut Statistiken, Polizei- und Gesundheitsdaten bis zum Jahr 2012 visualisiert – für Länder und einzelne Städte.

Honduras, El Salvador und Venezuela sind die Länder mit den höchsten Mordraten, doch auch Brasilien zählt mit 56.337 Morden im Jahr 2012 zu den Hotspots der Gewalt. Dabei sind die Mordraten in berüchtigten Metropolen, darunter auch São Paulo und Rio de Janeiro, in den letzten Jahrzehnten bereits gesunken.

Homicide Monitor Brasilien (Screenshot)

Lateinamerika hat die höchsten Mörderraten weltweit (Screenshot Homicide Monitor)

In Rio de Janeiro wird die Debatte um die tödliche Gewalt in der Stadt fast wöchentlich durch neue Vorfälle angeheizt – vor kurzem wurde am Innenstadt-See Lagoa ein Fahrradfahrer bei einem Raubüberfall erstochen. Diskutiert wird aktuell auch, ob das Jugendstrafrecht verschärft werden soll, da die Täter häufig noch minderjährig sind.

Die meisten Mordopfer sind in den meisten Fällen aber ebenfalls junge Männer aus informellen Siedlungen wie den Favelas, wie auch der Homicide Monitor zeigt. 91,6 Prozent der Mordopfer in Brasilien im Jahr 2012 waren männlich und mehr als die Hälfte zwischen 15 und 29 Jahre alt.

Homicide Monitor (Screenshot)

Die meisten Opfer: Jung und männlich (Screenshot Homicide Monitor)

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