Verkehrschaos durch Drogenkrieg

Eine Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Drogengangs Amigos dos Amigos und Terceiro Comando Puro hat Autofahrer und die Favelabewohner des Complexo da Maré im Norden von Rio in Angst und Schrecken versetzt.

Der Drogenkrieg löste auf der wichtigen Verkehrsader Avenida Brasil, die direkt an die Favelasiedlung grenzt, Chaos aus. Autos und Busse standen kreuz und quer auf der Straße, Menschen versuchten in Deckung zu gehen, um nicht ins Kreuzfeuer zu geraten.

Das Militär rollte mit Panzern auf die Straße, auch sie lieferten sich Schusswechsel mit den Gangs. Für etwa eine halbe Stunde legten die Soldaten den Verkehr lahm. Drogengangster versuchten auch auf das Gelände der Stiftung Fundação Oswaldo Cruz, kurz “Fiocruz”, zu gelangen – normalerweise eine grüne, ruhige Oase mit Forschungseinrichtungen und Museen, die direkt gegenüber des Eingangs des Complexo da Maré liegt. Ein bisher nicht identifizierter 18-Jähriger wurde nach dem Gefecht tot aufgefunden.

Im Complexo da Maré kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Drogengangs, aber auch Gangs und staatlichen Sicherheitskräften. Kurz vor der WM war das Complexo da Maré mit einem immensen Aufgebot von Militär und Polizei besetzt worden – das Gebiet gilt als eines der konfliktreichsten von Rios besetzten Favelas. Für Die Welt hatte Julia aufgeschrieben, warum das Maré eine besonders schwierige Herausforderung ist – und nicht nur mit Waffengewalt befriedet werden kann. 

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