Verlorene Weihnachtskugeln: Schießereien in Rios Favelas

Julia hat für die WELT aufgeschrieben, wie wenig friedlich die Feiertage in einigen Favelas von Rio de Janeiro verlaufen sind, in denen Bewohner immer wieder zwischen die Fronten von Drogenbanden und Polizei geraten:

“In den Favelas weit ab der Zona Sul, der Gegend, in der sich die Touristen aufhalten, sterben jede Woche Menschen in Schusswechseln. In der Nacht vor Weihnachten traf es eine Zwölfjährige. Polizisten waren auf der Suche nach Drogengangstern, drangen in das Haus der Familie ein und schossen dem Mädchen, das Fernsehen schaute, in den Kopf. Sie starb im Krankenhaus.”

Auch in der Rocinha kam es bereits am Vormittag des ersten Weihnachtsfeiertags zu einem Zusammenstoß von Polizei und Bandenmitgliedern und einer darauffolgenden Auseinandersetzung um einen Rucksack voller Drogen – daraufhin warfen Bewohner mit Gläsern und anderen Gegenständen, ein Polizist wurde verletzt, gab einen Schuss ab, der einen 21-Jährigen am Gesicht traf. Auch ein Polizeiauto wurde demoliert. Verschiedene Varianten kursieren, was genau passiert ist. Den Gegnern der Besetzungsstrategie dürfte der Vorfall neuen Argumentationsstoff liefern.

Demoliertes Polizeiauto (Foto: Michel Silva)

Demoliertes Polizeiauto (Foto: Michel Silva)

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